WeLive Musikfestival geht in die zweite Runde – Freiburger Band QULT rockt mit Rap’n’Roll

Künstler treten im leeren Schlachthof auf | Filmproduktion mit 10 Kameras

QULT in Aktion – Foto: Punchline Studio

Mehr als 25.000 Zuschauer verfolgten die Auftaktveranstaltung des Lahrer “WeLive”Musikfestivals mit Dominik Büchele auf Facebook und YouTube. Am Sonntag geht das Festival der Lahrer Rockwerkstatt, das aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus im menschenleeren Schlachthof stattfindet, bereits in die zweite Runde. Mit der Freiburger Rap’n’Roll Band QULT hat sich das Veranstalter-Team eine der wohl spannendsten Band-Formationen Südbadens verpflichtet. Zwei Gitarren, ein Bass, Drums und ein rappender Frontman. Eine Kombination aus Rap und Rockmusik also, die bereits im vergangenen Jahr auf dem Zelt Musik Festival (ZMF) begeisterte und damals den größten Bandwettbewerb Süddeutschlands, das Lokalderby, gewann.Lange Haare, beinahe ebenso lange Bärte und ein Bizeps wie ein Baumstamm – so traten QULT bereits vor zwei Wochen vor die Kameras des Lahrer punchline studios.“Es war unglaublich, was die Jungs für eine Energie versprüht haben”, freute sich Regisseur Maik Styrnol nach dem Konzert und sein Bruder Pirmin fügte lachendhinzu: “Dass die Bühne noch steht ist eigentlich ein Wunder…” Über eine Stunde hatten QULT alte und neue Songs in den menschenleeren Schlachthof hinein performt, immer verfolgt von 10 Kameras und gewohnt anspruchsvoller Lichtregie.“Endlich mal wieder eine Bühne”, zog QULT-Gitarrist Andreas Hoelle nach dem Konzert überglücklich Bilanz. Die Spielfreude war dem Quintett nach monatelanger Live-Pause in jeder Sekunde anzumerken. Eine Stimmung, die auch schnell aufs Filmproduktionsteam überschwappte. “Irgendwann haben wir alle einfach mitgesungen und gegrooved”, erinnert sich Taner Demiralay, der beim gesamten Festival für die Tonaufnahmen zuständig ist.Gewohnt progressiv zeigte sich QULT auch in diesen Zeiten nah am Weltgeschehen. Im Song “Traum einer Welt” beschreibt Frontman Jens Gläsker beispielsweise seine Utopie einer modernen Gesellschaft: “Ich träume von einer Welt in der wir alle wieder gleich sind – egal ob wir schwarz, weiß, arm oder reich sind”, lautet der Refrain des 2019 erschienenen Tracks. Ein Text wie gemacht für die Anti-Rassismus-Demos dieser Tage. Tatsächlich gehören Musik-Demos und gesellschaftspolitische Aussagen zum Alltagsrepertoir der Band. Bereits seit vielen Jahren touren die fünf Musiker durch Deutschland und bespielen Plätze in allen möglichen Großstädten um ihre Botschaft zu verbreiten. “Es ist uns egal ob Du links oder rechts bist”, ruft Jens während des Konzertes in die Kameras: “Es ist uns wirklich egal. Aber denk nach! Wenn Du voller Hass bist, was willst Du verändern??”Was klingt wie eine Hippie-Botschaft, vermischt sich schnell mit dröhnendem Bass und singenden Gitarren. In alter Heavy-Metal-Manier übertrumpfen sich die beiden Leadgitarristen in ihren Solo-Parts und kämpfen immer wieder um die Vorherrschaft,ehe sich die Spannung der Songs in packenden Refrains und virtuosem Sprechgesang entläd. “Es war eine neue Erfahrung”, lacht Gitarrist Andreas Hoelleam Ende des Films in die Kameras, “aber wir hoffen, dass wir bald wieder Fleisch und Blut vor uns stehen haben…” und Jens Gläsker fügt hinzu: “Vielleicht ja hier im Schlachthof?”- “Unbedingt”, ruft Rockwerkstatt-Präsident Wolfgang Richter auf die Bühne zurück. Eine Veranstaltung für das Jahr 2021 dürfte damit wohl bereits geplant sein.Der zweite Konzertfilm des “WeLive” Musikfestival wird am Sonntag, 14. Juni ab 19 Uhr auf der Facebook-Seite der Badischen Zeitung ausgestrahlt. Ab 20:15 Uhr ist der Film auch auf der YouTube-Seite des punchline studio zu sehen.Ein erster Vorgeschmack ist bereits auf YouTube zur sehen:

Updated: 10. Juni 2020 — 15:32

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